Allgemein
Mudersbach mit seinen drei Ortsteilen Mudersbach,
Niederschelderhütte und Birken ist eine Gemeinde
mit ca. 6500 Einwohnern im äuersten Nordosten des Landes
Rheinland-Pfalz und gehört zur Verbandsgemeinde Kirchen (Sieg).
Die Gegend ist hügelig bis bergig,
stark bewaldet und teilweise von vulkanischen Einflüssen geprägt.
Höchste Erhebung ist der Giebelwald mit 520 m.ü.NN,
wohingegen das Tal der Sieg auf ca. 230 m.ü.NN liegt.
Größere Städte in der Umgebung sind Betzdorf (12 km) und
Siegen in Nordrhein-Westfalen,
dessen Stadtmitte ungefähr 10 km entfernt liegt.
Verkehr
Mudersbach liegt äußerst verkehrsgünstig.
über die stark befahrene B62 sind bequem die rheinischen Wirtschaftsräume
sowie die in 3 km Entfernung gelegene Sauerlandlinie A45 zu erreichen.
Diese führt zum Wirtschaftsraum Rhein-Main (ca. 140 km) sowie zum Ruhrgebiet (100 km).
Durch Mudersbach läuft die Rhein-Sieg-Bahnstrecke, über die man problemlos nach Köln
sowie über Siegen ins Ruhrgebiet (Richtung Bochum/Essen) oder zum Wirtschaftsraum Rhein-Main gelangen kann.
Als größere Verkehrsflughäfen kann man Köln-Bonn sowie Frankfurt anfahren.
Der Siegerland-Flughafen wurde nun auch für (meist innerdeutsche) Linienflüge, z.B. nach Berlin, freigegeben
Historisches
Erstmals urkundlich erwähnt wurde Mudersbach um 1188/1190.
Auf einem Pergament, das kürzlich erworbene Grundstücke des Kölner Erzbischofs Philipp von Heinsberg (1167-1191) zeigt,
findet sich auch ein Morsbag iuxta Froizpreh (Mudersbach nahe der Freusburg) für 20 Mark damaliger Währung.
Jedoch fragt man sich auch noch heute, ob damit nicht vielleicht das 26 km weiter entferntere oberbergische Morsbach gemeint ist,
wo bereits 1131 eine Kirche nachgewiesen wurde.
Die erste absolut einwandfreie Erwähnung ist am 24. August 1456.
Dieses Datum steht auf einer Urkunde vom Bartholomäustag jenes Jahres,
nach der Johan van Seelbach, Diederichs Sohn und seine Frau Eelgin ihrem Bruder und
Schwager Friedrich van Seelbach und dessen Frau Agnes ihr Erbe verkaufen,
das sie im Kirchspiel zu Kirchfreusburg, nämlich zu Modersbach und zu der Stroet haben.
1741 verfasst der in Friedewald tätige Amtsaktuar Johann Heinrich Lamprecht den ersten ausführlichen Bericht über Mudersbach:
Mudersbach hat 42 Räuche, an äckern und Wiesen 275 Morgen,
weitläufig schöne Hauberge, gibt 6 Rtlr. 40 albus 2,5 d. Schatz.